Volvo 66



Mancher sagt: "Ein DAF ist ein DAF und ein Volvo ist ein Volvo". Andere sagen: "Der Volvo 66 ist ja gar kein richtiger Volvo". Wir sagen: Ein Adoptivkind kann man genauso lieben, wie sein Eigenes. Der erste Käseelch mit dem Design eines Legosteines, der kleinste Volvo aller Zeiten und die "Variomatic" nannte man auf einmal "stufenlose Vollautomatik". Schade, dass Coupé und Kübel aus dem Programm flogen.


Heinz-Jürgen über seine Volvo 66 DLS-Sondermodelle: Das eine Auto habe ich vor 8 Jahren mit Kupplungsschaden, und bis auf die Kotflügel, 100 % rostfrei, geschenkt bekommen. Seltsamerweise ist es ein originaler GL mit 57 PS, obwohl angeblich die 100 Kombis und 200 Limusinen des Aktionsmodells ALLE 45 PS ( DL ) waren. Laut einem Berliner Clubmitglied gab es das Aktionsmodell nur in dieser Ausführung und man konnte da nichts ändern... Die letzten 100 Kombikarossen wurden als "dieses Sondermodell" gebaut und auf den Markt geworfen. Die Wagen wurden gebaut und an die Händler ausgeliefert, Sonderwünsche und Änderungen von Kunden waren nicht möglich. . Es wurden serienmäßig folgende Extras verbaut: Silbermetallic ( normal nur für 57 PS ), Alufelgen, H4 Licht, rote Innenausstattung, Heckwischer und Gurte hinten. Der Vordere kam aus dem Sauerland nach Wettenberg, und wurde nun nach umfangreichen Schweißarbeiten wieder in Dienst gestellt.


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Bild 1: Eine dunkelgrüne Volvo-66 Limousine neben seinem Großpapa.

Bild 2: Volvo suchte einen Kleinwagen und fand ihn im DAF 66 - flugs entstand der Volvo 66.

Bild 3: Zierstreifen und Doppelscheinwerfer kennzeichnen auch bei Volvo die Luxusvariante - hier GL genannt.

Bild 4: Der Kombi in dieser Ausstattungsvariante war das Topmodell der Baureihe. Nur viel Chrom flog raus.

Bild 5: Aber auch für die Limousine galt: Platz ist in der kleinsten Hütte - oder die Koffer wurden etwas kleiner?

Bild 6: Das schafft der locker: Volvo 66 mit 66.666,66 km Gesamtfahrleistung.

Bild 7: Wichtige Neuerung: Volvo drehte die Schaltkulisse im Laufe der Bauzeit um. Dadurch wurde eine Umlenkung im Schaltgestänge eingespart, welche nur der Daf 66 benötigte, weil wegen des Differentials die Drehrichtung der Variomatic geändert worden war. Gut für Neukunden, die es von allen anderen Marken gewöhnt waren. Schlecht für die Stammkundschaft der DAF-Fahrer, die sich umgewöhnen und um vorwärts zu fahren nach hinten schalten mussten.

Bild 8: In Kleinstserien baute die Firma "Havas" Limousinen in Cabriolets um.

Bild 9: Lächelt auch von hinten - eine späte Limousine.

Bild 10, 11 und 12: Außen silber, innen rot: Das Volvo 66 DLS Sondermodell.


Als Volvo 66 wurde von Oktober 1975 bis Dezember 1979 der DAF 66 produziert, nachdem Volvo die PKW-Sparte der niederländischen Firma DAF übernommen hatte.

Er war ein Kleinwagen, der mit dem von DAF entwickelten stufenlosen Automatikgetriebe, der Variomatic ausgestattet war. Das Modell wurde von Volvo leicht modifiziert. So hatte der Volvo 66 größere Stoßstangen als der von Sommer 1972 bis Mitte 1975 produzierte DAF 66. (Der Volvo 66 wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Neben den erwähnten Stoßstangen erhielt er neue Sitze, Sicherheitsfeatures, Verbundglasscheiben und, so sagen manche: erstmalig eine Endkontrolle.)

Es gab ihn als zweitürige Limousine sowie als dreitürigen Kombi. Unter der Bezeichnung „YA“ wurde für die niederländische Armee auch eine Variante mit Kübelwagen-Aufbau produziert. Die Fahrzeuge waren mit Vierzylinder-Reihenmotoren mit 1108 cm³ Hubraum und 45 PS (33 kW) Leistung oder mit einem Hubraum von 1289 cm³ und einer Leistung von 57 PS (42 kW) ausgestattet, die von Renault zugeliefert wurden.[1] Insgesamt wurden 106.037 Stück produziert.[1] Nachfolger war der Volvo 343/345.


66
Produktionszeitraum: 1975–1979
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Kübelwagen
Motoren: Ottomotoren:
1,1–1,3 Liter
(33–42 kW)[1]
Länge: 3900[1] mm
Breite: 1540[1] mm
Höhe: 1380[1] mm
Radstand: 2250[1] mm
Leergewicht: 835–850[1] kg
Vorgängermodell: DAF 66
Nachfolgemodell: Volvo 343/345

 


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